Steuerberater*innen unterstützen ihre Mandantschaft in vielen Lebenslagen. Entgegen manchen Klischees erstellen sie nicht nur Steuererklärungen und überprüfen Steuerbescheide. „Seit Beginn der Corona-Pandemie beweisen sie eindrucksvoll, dass sie viel mehr können als Steuerrecht. Den Mandant*innen griffen sie u. a. bei der Beantragung von Wirtschaftshilfen oder Kurzarbeitergeld aktiv unter die Arme und konnten dadurch Insolvenzen abwenden“, so Michael Leistenschneider, Präsident der Steuerberaterkammer Saarland. Zum Alltag der Steuerberater*innen gehört die vorausschauende Beratung bei der optimalen Steuergestaltung und die Vertretung gegenüber der Finanzverwaltung. Sie unterstützen aber auch im Unternehmensalltag, bspw. im Zuge der Betriebswirtschaftlichen Beratung. Mit ihrer Hilfe können Rechnungswesen, Kosten-, Rentabilitäts- und Liquiditätsanalysen effizient aufgestellt werden. Auch bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen oder Gründungs- und Nachfolgeentscheidungen können Steuerberater*innen eine hilfreiche Unterstützung bieten.

 

Beruf mit Zukunft: Steuerberatung ist krisensicher und digital

Steuern und die damit verbundene Nachfrage nach kompetenter Beratung wird es immer geben. Der Bedarf bei Unternehmen, Organisationen und Privatleuten steigt stetig und bis heute wächst die Anzahl der Steuerberater*innen jedes Jahr.

Steuerberater*innen arbeiten in ihren Kanzleien schon seit Jahren digital mit speziellen Softwarelösungen. Die Zeiten von Stift, Papier und Pendelordner gehören nahezu vollständig der Vergangenheit an. Das ist auch für viele Nachwuchskräfte interessant, denn digitales Arbeiten ist für viele unverzichtbar.

 

Ein Freier Beruf mit einer besonderen Vertrauensstellung

Steuerberater*innen zählen wie Ärzte und Rechtsanwälte zu den Freien Berufen. Sie beraten ihre Mandantschaft eigenverantwortlich und gewissenhaft. Das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Steuerberater*in und Mandant*in ist durch die Pflicht zur Verschwiegenheit besonders geschützt. Als Organe der Steuerrechtspflege vertreten sie die Interessen von steuerpflichtigen Personen sowie Unternehmen im nationalen und internationalen Kontext.

 

Lebenslange Fortbildung ist unerlässlich

Steuerberater*innen bleiben auch nach ihrer Bestellung weiter gefordert, sich fortzubilden. Neue Gesetze und neue Rechtsprechung aber auch sich ändernde Anforderungen der Mandantschaft sorgen stets für neue Herausforderungen. Langeweile kommt in Steuerberaterkanzleien nicht auf. Steuerberater*innen können als selbstständige Kanzleiinhaber*innen oder angestellt in einem Unternehmen bzw. einer Organisation arbeiten. Die Auswahl an Weiterbildungen ist vielfältig: So besteht z. B. die Möglichkeit, Fachberaterlehrgänge für „Internationales Steuerrecht“ oder „Zölle und Verbrauchsteuern“ zu absolvieren, um so das nötige Know-how zu erlangen. Auch die Möglichkeit, sich als Spezialist*in auf verschiedenen steuerrechtlichen Gebieten zu positionieren, ist eine interessante Perspektive.

 

Der Weg in den Beruf

Steuerberater*in kann man auf zwei verschiedenen Wegen werden: Nach einem wirtschafts- oder rechtswissenschaftlichen Studium oder nach einer kaufmännischen Berufsausbildung müssen angehende Steuerberater*innen noch eine praktische Tätigkeit nachweisen. Nach Bestehen der Steuerberaterprüfung erfolgt dann die Bestellung als Steuerberater*in.

 

Fazit von Kammerpräsident Michael Leistenschneider:

„Der Beruf Steuerberater*in ist abwechslungsreich und zukunftssicher. Als Lotse in vielen Lebenslagen ist man zudem für die Mandant*innen unentbehrlich. Weitergehende Informationen zum Berufsbild sind zu finden auf der Website der Steuerberaterkammer Saarland unter www.stbk-saarland.de.“

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